Innovationsmanagement & Design Thinking

 

  1. Einführung
  2. Design Thinking
  3. Grundlegende Fragestellungen
  4. Kombination mit anderen Managementmethoden

Einführung

Der Fokus für die Produkt- und Dienstleistungsentwicklung eines Unternehmens hat sich im Laufe des letzten Jahrhunderts stark verlagert. Es müssen vermehrt individuelle Bedürfnisse beim Kunden erfüllt werden, die die Konkurrenz nicht bedient.

Der Wandel lässt sich damit erklären, dass die meisten alltäglichen Grundbedürfnisse befriedigt sind. Die Flexibilität in der Mobilität, ob Flugzeug, Auto oder öffentliche Verkehrsmittel, sei hier stellvertretend erwähnt. Zwar werden die Verkehrsmittel ständig weiterentwickelt, wie zum Beispiel der geplante Tunnelbus in China, unter dem Autos einfach hindurchfahren können, nichtsdestotrotz existiert im Prinzip kein weiteres grundlegendes Bedürfnis nach Mobilität mehr.

Aber der Innovationsdruck durch immer kürzer Produktlebenszyklen steigt weiter an und die Globalisierung sorgt für weitere Konkurrenz, wodurch die Kosten für Forschung und Entwicklung kontinuierlich steigen. Folglich muss man im heutigen Wirtschaftsalltag schon genauer hinschauen, um die verborgenen, speziellen Bedürfnisse der Kunden zu erkennen und mittels zielorientierter praktischer Umsetzung, die persönlichen oder auch finanziellen Wünsche des Kunden erfüllen zu können.

 

Design Thinking

Design Thinking ist ein Innovationsansatz, den sich nicht nur Unternehmen wie Airbnb, Google oder Apple zu Nutze machen um eine innovative Unternehmenskultur zu etablieren. Dabei zielt man mit Hilfe eines iterativen Prozesses darauf ab komplexe Probleme zu lösen, um nutzer- und kundenorientierte Ergebnisse zu Tage zu fördern.

Im Design Thinking liegt der Schwerpunkt der Produktentwicklung auf den menschlichen Grundbedürfnissen. Die Erwünschtheit konzentriert sich darauf, existierende Bedürfnisse potentieller Nutzer zu erfüllen, faktisch kritisch zu hinterfragen, was die Menschen als sinnvoll erachten beziehungsweise was für sie sinnvoll erscheint. Man spricht in diesem Zusammenhang von Human Centered Design.

Die zwei weiteren Aspekte sind zum einen die Machbarkeit, was aus technischer Sicht in absehbarer Zeit funktionell möglich wäre, und zum anderen die Rentabilität. Darunter versteht man schlichtweg, inwiefern sich das Produkt aus wirtschaftlicher Sicht rechnet.

Innovation als Schnittmenge zwischen Machbarkeit, Erwünschtheit und Rentabilität

Aus dem englischsprachigen Verständnis des Begriffs De­sign lässt sich antizipieren, welches Verständnis Design Thinking zugrunde liegt, nämlich das explizite, systematische und geplante Erschaffen – das Designen – von Produkten, Dienstleistungen, Prozessen und Geschäftsmodellen. Typischerweise herrscht in Unternehmen ein rationaler, auf Fakten ba­sierender Denkprozess vor, bei Design Thinking hingegen liegt der Fokus auf den kognitiven, intuitiven Denkprozessen des Designers, wobei Probleme erst identifiziert und benannt werden, bevor man mit der Lösungssuche beginnt.

Auch als Unternehmen kann man diese Perspektive einnehmen und somit einen anderen Blickwinkel auf Innovation erlangen, was ein entscheidender Faktor für den langfristigen Erfolg eines Unternehmens darstellt.

 

Grundlegende Fragestellungen

Design Thinking erlaubt es eine große Bandbreite an Fragestellung zu bearbeiten. Beispielhaft werden im Folgenden typische Unternehmensfragen aufgezählt:

  • Wie können wir unsere Mitarbeiter motivieren, Ihr eigenes Wissen und ihre eigene Arbeit besser zugänglich zu machen?
  • Wie können wir die Kommunikation zwischen unseren Abteilungen steigern?
  • Wie können wir das Kundenerlebnis für unserer Produkt/für unseren Service verbessern?
  • Wie können wir unsere Marke besser positionieren?
  • Wie können wir uns auf den Kunden von morgen vorbereiten?
  • Wie können wir unser Unternehmen für Kunden/Mitarbeiter attraktiver gestalten?
  • Wie können wir den Arbeitsplatz unserer Mitarbeiter noch besser gestalten?
  • Wie können wir die Anzahl der eingehenden Bewerbungen erhöhen?
  • Wie können wir Studenten für mein Unternehmen gewinnen?
  • Wie können wir den Onboarding-Prozess für neue Mitarbeiter effektiver gestalten?

 

Kombination mit anderen Managementmethoden

Design Thinking lässt sich außerdem bestens mit anderen Managementmethoden kombinieren und kann somit auch Bestandteil ihres Change Managements sein. So lässt sich der Innovationsansatz unter anderem mit folgenden Methoden verbinden:

  • Picture of the Future
  • Blue Ocean Strategy
  • Lead User Study
  • Outcome Driven Innovation
  • Servitization
  • Service Design
  • Scrum
  • Lean Start-up
  • WYSIWYG
  • Strategic Foresight
  • Bottom-Up-Analyse

Sie haben Fragen zum Design Thinking, dann kontaktieren Sie uns!

Sophie-Charlotte Werner
Fachbereichsleiterin Piumelli & Company
werner@piumelli.de